B-148
Vorschlag B-148 von Dino, 08. Januar - 17:40

Freikarten abschaffen

Im Jahr 2010 gab es 16.000 für ihre Inhaber kostenfreien – Ehren-, Presse- und Dienstkarten in der Oper.

Diese Freikarten gehören abgeschafft. Wer Oper sehen will, soll zahlen.

  • Sparvorschlag
  • Gesamt Köln

Hinweis der Verwaltung

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

die Abgabe von Frei- und Gebührenkarten erfolgt auf Grundlage der vom Rat beschlossenen "Geschäftsordnung über die Abgabe kostenloser bzw. ermäßigter Eintrittskarten der Bühnen der Stadt Köln".

Den ermäßigt vergebenen Eintrittskarten stehen nicht etwa voll zahlende Theaterbesucher gegenüber, die an der Kasse unberücksichtigt blieben. Natürlich werden die Eintrittskarten der Bühnen der Stadt Köln zunächst an das voll zahlende Publikum verkauft. Erst danach entscheidet die Geschäftsführende Direktion anhand der Vorverkaufsstatistiken, ob und wie viele ermäßigte und evtl. auch kostenlose Karten für die einzelnen Vorstellungen ausgegeben werden. Eine dieser Abgabe von kostenlosen und ermäßigten Karten gegenüberstehenden Einnahmesumme könnte zwar theoretisch berechnet werden, sie ist aber nicht mit einem tatsächlichen Einnahmeausfall gleichzusetzen, da - wie gesagt - diesen Karten keine Vollzahler gegenüberstehen.

 

Durch die o.g. Satzung erhalten die nachfolgenden Personenkreise kostenlose Karten: Ehrenmitglieder der Bühnen der Stadt Köln, Ratsmitglieder, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Betriebsleitung, wichtige Medienvertreter sowie Gäste der Stadt Köln auf schriftliche Anweisung des Oberbürgermeisters, Intendanten/Theaterleiter großer Theater, Leiter großer Kulturorchester, Medienvertreter, von denen zu erwarten ist, dass sie über die jeweilige Aufführung berichten, Mitglieder des Betriebsausschusses der Bühnen, leitende künstlerische und technische Mitarbeiter/-innen (Vorstände), darstellende Mitglieder (Hauptmitwirkende der jeweiligen Produktion), der Fachreferent des Oberbürgermeisters, max. 4 Mitarbeiter/-innen des Kulturdezernates und die Beschäftigten der Bühnen der Stadt Köln, für deren Tätigkeit die Kenntnis von Bühnenproduktionen von ganz besonderer Bedeutung ist, Urheber, Verleger, Vertreter von Verwertungsgesellschaften, Vorstände von Besucherorganisationen.

Darüber hinaus sieht die Geschäftsordnung Ermäßigungsregelungen für die aktuellen und ehemaligen Beschäftigten der Bühnen der Stadt Köln, Mitglieder anderer Bühnen/Orchester/Tanzkompanien (dies ist im gesamten Theaterbereich üblich) und Kontaktlehrer des Schulreferates vor. Ferner kann ein Kontingent ermäßigter Karten für Marketingmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Diese ermäßigten Karten werden nur dann an den v.g. Personenkreis ausgegeben, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Aufführung nicht ausverkauft ist, damit für sonst unverkäufliche Plätze noch Einnahmen erzielt werden können. 

 

Eine weiterer Anwendungsbereich der Geschäftsordungen liegt in der Abgabe ermäßigter Karten aus sozialen Gründen, z.B. an Schüler, Studenten, Auszubildende, Mobilitätspassinhaber etc., aber auch kostenloser Karten an soziale Einrichtungen etc.. Zum einen kommen die Bühnen damit ihrem Bildungsauftrag nach, zum anderen kann so sozial Schwachen ggf. sogar die Möglichkeit eines kostenlosen Theaterbesuchs eröffnet werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Redaktion Bürgerhaushalt

Kommentare

finde ich vollkommen in

finde ich vollkommen in Ordnung.
Immer sind es die in der ersten Reihe, die Umsonst reinkommen.

Schmarotzer

ja, das sehe ich ähnlich. Wenn man sich anschaut, wer alles in den Besitz eines Presseausweises kommt oder über diverse Ministerien an Ehrenkarten... Durch radikale Reglementierungen für solche Freikarten hätten die Einrichtungen eine Menge mehr Eintrittsgelder-Einnahmen.

Selbstverständlich

Es gibt keinen plausiblen Grund warum ein wohlhabender Opernfreund von der öffentlichen Hand subventioniert werden muss. Ich behaupte, dass die überwiegende Zahl dieser Begünstigten auch gerne für ihre Karten zahlen würden.

Skandal

"Im Jahr 2010 gab es 16.000 für ihre Inhaber kostenfreien – Ehren-, Presse- und Dienstkarten in der Oper".

Skandal, wen dem so ist.

Freikarten

Sehr richtig - wer geht denn zumieist in die Oper? Doch die Leute, die sich die Eintrittskarten locker leisten können! Wieso werden die denn noch bezuschusst?Damit wenigstens ein paar Zuschauer in den Rängen sitzen?Ohne Freikarten wäre die Oper vll. mal gezwungen, ein Programm anzubieten, daß ein breiteres Puplikum anlockt.

Als Geldwerter Vorteil versteuert?

Da sollte man mal das Finanzamt fragen ob die eine Liste mit den Empfängern haben und ob diese die Karten als Geldwerten Vorteil versteuert wurden.

Ein Teil der Karten geht soweit ich weiß allerdings an Sponsoren und Gönner, quasi als Dankeschön.

Als geldwerten Vorteil versteuern?

Hier wären die Details interessant.

Meine Fragen an die Redaktion:
Wieviele Freikarten wurden in 2012 oder 2011 in welchen Kategorien vergeben?
An welche Personenkreise wurden die Karten gegeben und wie sind die "Vergabe"-kriterien?

Vielen Dank.

genau

wer Opa sehen will soll ins Altenheim gehen.

Hinweis der Moderation

Hinweis der Moderation

Liebe Teilnehmende,
bitte versuchen Sie in Ihren Beiträgen auf "versteckten" Humor zu verzichten, da er leicht zu Missverständnissen führen kann und sich andere Teilnehmende davon verletzt oder angegriffen fühlen könnten.
Vielen Dank und beste Grüße,
Katja Kockel (Moderation)

Teilsteils

Für Mitarbeiter der Oper sollte es nach wie vor eine bestimmte Anzahl an Freikarten geben. Schließlich gibt es bei der KVB auch Dienstfahrausweise o.ä.
Was die Ehrenkarten betrifft, stimmte ich meinen Vorrednern zu: Diese sollten abgeschafft werden!

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