B-67
Vorschlag B-67 von Inkbert, 07. Januar - 20:36

Fahrradverkehr gezielt fördern

Ein Radverkehrsnetz nach dem Kopenhagen-Prinzip!

Dem motorisierten Individualverkehr wird seit Jahrzehnten mehr und mehr Platz im urbanen Raum zugesprochen. Alternative Mobilität wie Fahrradfahren wird nur unzureichend gefördert. Radwege sind, wenn es sie denn gibt, zu einem Großteil schmale Holperstrecken oder dünne Randstreifen, die meist überhaupt nicht von der Autofahrbahn getrennt sind. Die Folgen sind neben einem hohen Unfallrisiko auch ein Attraktivitätsverlust des Fahrradfahrens an sich. Viele Radfahrer fühlen sich unwohl und haben Angst "unter die Räder zu kommen". Ein konsequenter Ausbau von breiten Fahrradstreifen auf der Fahrbahn, allerdings mit einer physischen Abtrennung zum Autoverkehr, sowie eine Angleichung der Geschwindigkeiten der Verkehrteilnehmer kann dafür sorgen, dass das innerstädtische Radfahren attraktiv wird, und zwar für alle Bürger! Dadurch könnte das generelle motorisierte Verkehrsaufkommen im Innenstadtbereich vermindert werden, weniger Staus würden die Autofahrer quälen und die Parkplatzsuche würde sich auch vereinfachen. Die allgemeine Gesundheit der Kölner Bürger würde sich verbessern, die Feinstaubbelastung würde abnehmen, die verkehrsbedingten Geräuschemissionen würden abnehmen, die zunehmende Zerschneidung des Stadtraums würde gebremst werden und die allgemeine Lebensqualität würde sich erhöhen.

In Kopenhagen werden ca. 40 % aller Wege mit dem Rad zurückgelegt. Die wäre auch in Köln kein Problem, würden die oben genannten infrastrukturellen Möglichkeiten durchgeführt.

Ich habe diesen Beitrag als "Sparvorschlag" gekennzeichnet, da der Ausbau eines Radwegenetzes nach dem Kopenhagener Modell im Vergleich zum weiteren Ausbau bei erhöhtem Erneuerungsdruck der Straßen des motorisierten Individualverkehrs (oder auch des U-bahn- Ausbaus) wesentlich günstiger wäre. Längerfristig würde dies Geld einsparen.

  • Ausgabevorschlag
  • Gesamt Köln

Kommentare

und...

Fahrräder verschleißen die Strassen nicht!!

bezahlen aber auch keine

bezahlen aber auch keine Steuern :o)

Steuern

Ich glaube kaum, dass die Kfz-Steuer zur Finanzierung der Straßen ausreicht. Abgesehen davon zahlen Radfahrer genauso Einkommensteuer wie Autofahrer.

Kosten des Autoverkehrs

Ich verweise auf eine aktuelle Studie der TU Dresden, die im Dezember in Brüssel vorgelegt wurde. Demnach verursacht jedes in der EU angemeldete Auto jährliche Kosten von 1600,- Euro. Das sind 88 Mrd. Euro jährlich allein in Deutschland. Dem stehen 50 Mrd. Euro Steuereinnahmen entgegen (KFZ + co). Die Bilanz ist also volkswirtschaftlich äußerst negativ - ökologisch sowieso! Ausgewertet wurden übrigens Unfalldaten, Schadstoffwerte und wissenschaftliche Lärmkarten.

Genau

Hier spricht aus meiner Sicht absolut nichts gegen außer einer "Autolobby" welche um Ihre Spuren bzw. Spurbreite fürchtet. Dabei würden insbesondere abgegrenzte Fahrradspuren sicherlich zu einer Beruhigung der allg. Verkehrswut (Autofahrer motzen über die rücksichtslosen Radfahrer, Radfahrer motzen über die rücksichtslosen Autofahrer, …) führen.

Problematisch sind nur Planung und Finanzierung. Wirkliche Einsparungen bringt wohl nur eine umfangreiche Umsetzung. Wenn der 5km Weg zu Arbeit bspw. nur auf 500m "fahrradfreundlich" gestaltet wird schwenken vermutlich nur wenige vom Auto oder der Bahn auf das Fahrrad um. Somit hat man die Kosten gehabt ohne dass sich ein messbarer Nutzen einstellt.

Bzgl. der Finanzierung ist es schwierig, die zu erwartenden Einsparungen quantitativ mit überzeugender Sicherheit festzustellen. Somit ist die Rechnung "es lohnt sich, hierfür X€ auszugeben, denn die haben wir innerhalb von Y Jahren wieder drin" nur schwer möglich.

In der Konsequenz daher vielleicht leider nur ein "frommer Wunsch"; also in jeder Hinsicht sinnvoll aber angesichts der aktuellen Haushaltslage schwer umsetzbar.

Problematisch sind nur Planung und Finanzierung

vielleicht sollten die Verantwortlichen dann mal einfach woanders in die Lehre gehen.

Ich habe es in Belgien erlebt, eine Stadt, verglichen mit Köln von der Grösse her ein Nest. Aber überall beidseitig gepflegte Radwege, nicht nur in der Innenstadt. Und die Radler scheinen dort Vorrang zu haben. Kein Autofahrer hupt sie weg, um 3 Minuten schneller an der nächsten Ampel zu stehen.

Ich kann es kaum erwarten

Ich unterstütze diesen Vorschlag, denn eine physische Trennung der Radwege von der Straße würde endlich dazu führen, dass Autofahrer diese nicht mehr als Parkstreifen benutzen können!

Ich bin für die Trennung von

Ich bin für die Trennung von Fahrrad und dessen Fahrer. Dann könnte es funktionieren

Das ist doch alles nicht notwendig

In Köln wird seit Jahrzehnten eine Klientelpolitik für Autofahrer gemacht. Die Straßen sind für Fahrzeuge vorgesehen und müssen von diesen benutzt werden. Eine Unterteilung zwischen Kraftfahrzeugen und Fahrrädern findet nicht statt (§2 StVO). Wir müssen uns alle im Verkehr so bewegen, dass Andere nicht gefährdet oder über Gebühr behindert werden. Wenn alle Rücksicht nehmen würden kämen wir doch alle weiter. Eine Abtrennung von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn führt doch dazu, dass der Kraftverkehr ein Exklusivrecht auf die Straße annimmt und bei jeder Gelegenheit die Radfahrstreifen mit nutzt. Ein prächtiges Beispiel sind die Kölner Ringe. Hier ist alles vorhanden. Kein Radweg (d.h. fahren auf der Straße) Radfahrspuren auf der Straße, Radwege mit eigener Lichtsignalanlage, Radwege auf abgetrennten Bereichen des Bürgersteigs, Radwege auf eigenen Spuren teils mit eigener Lichtsignalanlage teils ohne, etc.. Auf den angesprochenen Radfahrstreifen muss an jedem Parkplatz, jeder Einfahrt und an jeder Kreutzung der Kraftverkehr die Radfahrspuren kreuzen (z.B. Hansaring vom Ebertplatz aus an der Kreuzung Kümpchenshof). Häufig wird der Radverkehr nicht mit der entsprechenden Sorgfalt beobachtet. Es muss hier ebenfalls erwähnt werden, dass auch Radfahrer ihr tatsächliches oder angenommenes Recht auf Vorfahrt nicht agressiv erzwingen müssen. Radfahrer sind ganz klar nicht frei von Regeln aber immer der schwächere Partner bei Kollisionen.
Die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn führt zu einer klaren Warnehmung durch den Kraftverkehr. Die Radfahrer sind nicht durch Pflanzen und/oder Bebauungen verdeckt oder tauchen (für Kraftfahrer)plötzlich durch einen auf die Fahrbahn geschwenketn Radweg auf der Kreuzung auf. Die Straßenverkehrsordnung bring es in §1 (1) vortrefflich auf den Punkt: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
Hier ist alles gesagt. Anmerkungen wie von "in Köln Geboren" vom 08.01. zeugen da von weing Verständnis für das Problem. Es geht hier um Leben und Gesundheit von Menschen und nicht um das Vorrecht von Einzelnen. Der Verkehrsraum ist für alle da und die Stadt sollte endlich Ihrer Verpflichtung von 1997 nachkommen und die angeordnete Radwegsbenutzungspflicht auf das rechtlich zulässige Maß zurückschrauben.

zugegeben, mein Kommentar war

zugegeben, mein Kommentar war etwas provokativ !!
Aber die tägliche Erfahrung zeigt einfach ein anderes Bild.
Es wird immer auf die Autofahrer geschimpft und die Radfahrer werden bedauert. Und das ist einfach nicht richtig so. Wenn man sieht wie oft gerade Radfahrer die Verkehrsregeln missachten und alle in Gefahr bringen.

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