Kommentare

Einsparen bei den Kleinen

Vielleicht erachtet die Stadt Köln die Bürgerhäuser für nicht ausreichend repräsentativ für die Weltstadt mit Dom und möchte ihr Geld woanders verschleudern... In jedem Falle eine Ohrfeige für alle ehrenamtlichen, freiwilligen und unterbezahlten, die in diesem Bereich der Gemeinschaft, also auch der Stadt dienen.

"Wirtschaftlichkeit", "Stärken-/Schwächenanalyse" ???!!!

Man muss natürlich auch mal nachfragen, wer diese Stärken-/Schwächenanalyse durchführen soll und zu welchem Preis. "Wirtschaftlich" wirds jedenfalls schnell für externe Beratungsfirmen......

Fehlen von Hintergrundinfos

Würde gerne mitstimmen, leider fehlen Hintergrundinfos. Welche Bürgerzentren rechnen sich denn bisher nicht. Woran liegt das? Ist eine Option welche zu schließen?
Ist das Stimmen mit JA ein Freifahrschein? Wäre toll, wenn da noch was käme.

Hintergrundinfos - was ich dazu weiß

Nach meinem Kenntnisstand will die Stadt insgesamt 1,1 Millionen EUR bei den Bürgerhäusern einsparen - das wären durchschnittlich etwa 85 Tausend EUR pro Bürgerhaus - nach dem Gießkannenprinzip!
Es geht hier nach meinem Verständnis nicht darum, welche Bürgerhäuser "sich nicht rechnen" - wenn die Arbeit, die die Bürgerhäuser der Stadt bisher "abnehmen", von diesen nicht mehr geleistet werden kann, wären die "Folgekosten" daraus deutlich höher als die Fördermittel, die die Stadt bisher dafür zahlt!
Einige Bürgerhäuser kämpfen wegen der knappen Mittel schon jetzt um ihre Existenz - weitere Kürzungen könnten deshalb deren Schließung zur Folge haben!
Auf diesem Hintergrund halte ich die Einspar-Vorschläge der Stadt bzgl. der Bürgerhäuser für absolut ungeeignet, dadurch zukünftig auch nur einen EUR einsparen zu können - es sei denn, dass die dadurch "ausfallenden" Leistungen der Bürgerhäuser und die daraus resultierenden Defizite von der Stadt einfach so "hingenommen" werden sollten...
...wobei die Leidtragenden wieder mal die sozial schwachen und hilfsbedürftigen Menschen in unserer Stadt sein werden!
Deshalb fordere ich die Streichung dieses Einspar-Vorschlags - und bitte um Unterstützung per Abstimmung und Weitergabe dieses Links an viele andere Menschen, damit die das auch tun können!

Bürgerhäuser

Bürgerhäuser und Bürgerzentren sind wichtige infrastrukturelle Grundlagen für die sie umgebenden Gebiete. Einsparungen in diesen Bereichen haben deutliche Verschlechterungen für die Arbeit anderer Initiativen und Vereine im Umfeld zur Folge. Die Wirtschaftlichkeit der Häuser ist in den letzten Jahren schon x-mal überprüft worden und jedesmal sind Einsparungen dabei herausgekommen. Zielvereinbarungen gehören seit vielen Jahren zum Standard. Was soll also die Argumentation mit der Standardüberprüfung. Das ist Alltag der Häuser und wird ständig gemacht. "Umstrukturieung" ist nur Schönrederei. Es geht um Abbau. Das kann ich nicht unterstützen.

Die Bürgerhäuser sind wichtig für Köln

Ich kenne die Bürgerhäuser seit vielen Jahren und weiß mit wie viel Herzblut und Engagement dort für die Bürger Kölns gearbeitet wird. Ich glaube in keiner Stadt Deutschlands sind Bürgerhäuser zu so einer,- man könnte schon sagen "Brand" - geworden wie in Köln. In manchen Bezirken Kölns sind diese Häuser eine Art Waffenstillstandszone für die unterschiedlichen, z.T. verfeindeten ethnischen Gruppen der kölner Gesellschaft. Diesen Einrichtungen noch mehr Gelder zu streichen, kommt einem Todesurteil gleich. Auf der einen Seite verlangt man von den Einrichtungen effektive Sozialarbeit mit dem unweigerlichen Ergebnis, daß man dafür natürlich Geld braucht. Auf der anderen Seite sollen dann die gleichen Einrichtungen nach einer Kosten-Leistungsrechnung wie ein normaler Wirtschaftsbetrieb funktionieren. Jeder mit gesundem Menschenverstand weiß, daß so etwas scheitern muß. Die Entscheidungsträger sollen doch ganz klar und deutlich sagen,"uns interessiert das soziale Klima in unserer Stadt nicht, wir wollen Prestigeobjekte und Profit". Meine Damen und Herren, eine Stadt in der sich alle Gesellschaftsgruppen wohlfühlen, auch die, die es sich nicht leisten können mal eben 100,00€ für ein Event auszugeben, kann ganz schön prestigeträchtig sein. Anstatt den Bürgerhäusern Gelder zu streichen sollte man Ihnen besser mehr Geld zur Verfügung stellen damit diese die erarbeiteten Strukturen erhalten können anstatt gezwungen zu sein mit anzusehen, wie das über Jahre hinweg geschaffene Bürger nahe Werk, in unüberlegter Sparwut in sich zusammenfällt und viel investiertes Kapital und noch weit mehr harte Arbeit und Engagement verfällt.

Umverteilung von Unten nach Oben.

Na Bravo.
Vielleicht haben die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung schon gemerkt, dass Sparen koste es was es wolle und die Forderung nach ausgeglichenen Haushalten inzwischen auch von marktliberalen WISO Professoren weltweit durch die Empfehlung des intelligenten Sparens ersetzt wurde.

Intelligentes Sparen bedeutet erheblich weniger Mittel aufzuwenden für neue U-Bahnen Opernhäuser Flughäfen Bahnhöfe etc, dessen Mehrwert nur versprochen und zweifelhaft ist.
Es wird von den Professoren empfohlen, die Mittel zu Pflege der bestehenden Infrastruktur wie Brücken, Strassen, Schienentrassen, Rollender Park bei Bahn und ÖPNV zu verwenden.

Auch die Bürgerhäuser stellen einen substanziellen Teil unserer Infrastruktur dar und sollten mit mehr, statt mit weniger Mitteln ausgestattet werden. Die Existenz der Bürgerhäuser hilft Folgekosten im Sozialbereich zu vermeiden ,durch das breite Angebot von Bildung und Kultur für Leute, die sich den Besuch von Oper und Theater nicht leisten können.

Offenbar sollen die Leute nicht mehr das Angebot von Kultur und Bildung der Bürgerhäuser in Anspruch nehmen, sondern vor dem Fernseher hocken, wo sie ja jetzt Zwangsmitglied sind und dabei weiter geistig unterfordert werden.
Wenn die Bürgerhäuser nicht mehr, oder nur noch reduziert existieren gehen der Stadt auch Einnahmen aus der Gewerbesteuer verloren, die durch Nebenausgaben der Besucher generiert werden.

Die Sparsumme für 5 Jahre in Folge gedacht. Dann sind die Häuser tot, und die Investitionen in das Inventar als Anlagevermögen müssen abgeschrieben werden und schaffen neue Haushalts Löcher. .
Kafka life!!

Eine Schaden-Nachteile – Nutzen-Verbesserungen Rechnung/Betrachtung sollte daher unbedingt erstellt werden und zur Diskussion und Entscheidung gestellt werden.

Diese Einsparung ist für mich wieder ein zutreffendes Beispiel für die weit verbreitete Umverteilung von Unten nach Oben.

Inklusion / Sozialraumorientierung in aller Munde

...da wo beides möglich wäre oder schon gelebt wird, werden bestehende Strukturen gefährdet!

Zielgruppen beschränken?

Dier Verwaltungsvorschlag sieht vor, die Vielfalt der Angebote einzuschränken und die Zielgruppen zu reduzieren!
Welche Kriterien werden dabei zu Grunde gelegt?

Etwa: Einsparen dort, wo wenig Einnahmen gemacht werden? Also bei Sozialschwachen und Senioren? Oder vielleicht bei den Angeboten für Kinder und Jugendliche?

Jeder Bürger unterschreibt hier zunächst das Ziel der Wirtschaftlichkeit, aber bei genauem Hinsehen muss man doch fragen auf wessen Kosten das gehen soll?

Mit welcher Zielgruppe kann man mehr Einnahmen machen? Das sind sicher nicht die jetzigen Besucher der Bürgerzentren!

Überprüfen ist schon richtig

Überprüfen ist schon richtig aber 1,1 Mio.? Da brechen Strukturen und Hilfestellungen zusammen!
Bezahlbare Kultur ist wichtig, damit Kinder Fantasie lernen.

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