103
Vorschlag 103 von aussieman, 18. November - 18:41

ÖPNV in Köln für Kölner zum Nulltarif

Um nachhaltig den Straßenverkehr zu entlasten und mehr Menschen dazu zu animieren den ÖPNV zu nutzen und diesem gleichzeitig mehr Mittel zur Verfügung zu stellen, die für den bedarfsgerechten Ausbau und Instandhaltung nötig sind, sollte die Nutzung des ÖPNV in Köln ohne den Kauf von Tickets sondern rein aus dem Stadthaushalt finanziert werden. Die zusätzlich benötigten Mittel sollten in Form von einer allgemeinen Abgabe auf ALLE Kölner Bürger umgelegt werden.

  • Ausgabevorschlag
  • Bezirksübergreifend

Kommentare

Kontrolle?

Wer soll das wie Kontrollieren?
Was ist mit den Touristen die mal in Verlegenheit kommen mit der Bahn /Bus fahren zu müssen?
Wie errechnet sich der Betrag der auf ALLE Kölner umgelegt wird?
Und zu guter letzt bekomme ich einen Sitzplatz mit graviertem Namensschild?

Ist doch ganz simpel

Die Kölner haben ihr Ticket in Form des Persos ja immer dabei. Steht dort eine Kölner Anschrift drin, ist man berechtigt.
Touristen etc. können natürlich weiterhin normal Tickets lösen.

Keine gute Idee

Mir ist nicht klar, warum alle Kölner eine Abgabe für den Nahverkehr abführen sollen, auch wenn sie ihn nicht nutzen können oder wollen. Sollen etwa bettlägrige, pflegebedürftige Menschen den Nahverkehr für andere Mitfinanzieren? Wieso können die Nutzer nicht selbst für die Kosten aufkommen?
Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde. Ich halte den ÖPNV in Köln für wichtig und richtig, nutze ihn selber beinahe täglich. Aber eine Zwangsflatrate für alle Bürger halte ich für falsch und auch verfassungswidrig.
Zudem besteht bei einem kostenlosen Nahverkehr das Problem, dass die Nachfrage deutlich steigen könnte. Gerade in der Hauptverkehrszeit sind aber einige Linien am Kapazitätslimit, können somit kaum mehr weitere Fahrgäste aufnehmen. Eine Ausweitung der Kapazität ist im Schienenverkehr kurzfristig nicht mehr möglich, da dies die Infrastruktur nicht hergibt.
Daher bin ich gegen diesen Vorschlag.

Jedes Auto, das zu Hause bleibt, entlastet die Straße

Man könnte auch annehmen, dass viele Kölner ihre Autos zu Hause lassen und dadurch die Straßen freier werden. Wenn die Schienen ausgelastet sind, könnten Busse wieder engmaschiger zum Einsatz kommen - 1 Bus mit 50 Fahrgästen ist allemal besser als 50 Autos.

Wer soll das bezahlen?

1. Busse und Fahrer bekommt man nicht zum Nulltarif.
2. Ist es nicht sinnvoll parallel zu einer Schienenverbindung eine Busverbindung fahren zu lassen.
3. Kann jedem Nutzer des ÖPNV zugemutet werden, auch einen Anteil an den Kosten zu übernehmen. Oder ist die nächste Forderung, dass Lebensmittel umsonst sein müssen?
4. Ist es sozial ungerecht, wenn Menschen pauschal für den ÖPNV zahlen sollen, wenn sie ihn nicht einmal nutzen können.
Grundsätzlich gebe ich Ihnen jedoch recht, dass der Individualverkehr deutlich reduziert und der ÖPNV attraktiviert wird.

Soziale Ungerechtigkeit

Da lässt sich natürlich vortrefflich diskutieren... ist es sozial gerecht, dass die Stadtgesellschaft eine Oper finanziert, die nur von einer Minderheit genutzt wird? Ist es sozial gerecht, dass jeder - unabhängig von der tatsächlichen Nutzung - einen Rundfunkbeitrag zahlen muss? Vieles lässt sich nicht einfach beantworten. Ich denke aber, hier werden zahlreiche positive Effekte (Umwelt/Mobilität/Attraktivität des Stadtraums...) erzielt, die die negativen aufwiegen könnten. Eine Diskussion ist es jedenfalls wert.

Kunst, Kultur, Sport, Bildung

Solange die städtischen Ausgaben in allen Bereichen einigermaßen fair verteilt werden, kann sich niemand beschweren. Letztendlich ist es eine Frage, wie eine faire Verteilung aussieht? Ist es richtig, dass der Kulturhaushalt so hoch und der Haushalt für Sport so klein ist? Sollte noch mehr in Kunst oder doch besser in Bildung investiert werden?
Fakt ist aber, dass dies alles keine Zwangsumlage für den ÖPNV rechtfertigt.

GEZ

Blinde müssen doch auch für etwas zwangsweise zahlen, dass sie gar nicht nutzen können

Rundfunkbeitrag

Mir war nicht klar, dass Blinde kein Radio und TV nutzen können. ;)
Sicherlich kann man darüber streiten, ob der Rundfunkbeitrag für gewisse Personengruppen gesenkt werden sollte. Aber ich halte es schon für korrekt, dass sich alle Haushalte am Rundfunkbeitrag beteiligen.

nicht korrekt

ich überhaupt nicht.

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