129
Vorschlag 129 von sascha, 19. November - 9:50

Radweg - Verkehr - Radverkehr

Ich schlage vor, größtmögliche Anstrengungen/Etats in die Förderung des unmotorisierten Verkehrs zu investieren. Kurz- bis mittelfristig führt kein Weg daran vorbei, die Stadt durch Reduzierung des MIV (Motorisierter Individualverkehr) vor dem Infarkt zu bewahren und die Lebensqualität für die Kölner Bürger und Besucher wiederherzustellen. Konkret bedeutet das: Weg vom auto, hin zum Fahrrad, Tempo 30 in der ganzen Stadt. Weniger ruhender Verkehr (Parkende Autos) = mehr Platz für Menschen. Durch Tempo 30 kann der neu gewonnene Radverkehrsanteil auf die Straße genommen werden. kosten für Radwege Sonderkennzeichung, Schilder etc. fallen weg. Insgesamt weniger Belastung der Straßen durch weniger KFZ = geringere Instandhaltungskosten im Straßenbau. Mehr Radverkehr = mehr Bewegung = mehr Gesundheit = weniger Gesundheitskosten. Alles längst bekannt. Worauf also warten?

  • Ausgabevorschlag
  • Bezirksübergreifend

Kommentare

Kompromisse finden

Ich bin erstaunt, dass solche Vorschläge, die den motorisierten Individualverkehr teilweise sehr aggresiv in seine Schranken weisen wollen, so großen Zuspruch erfahren und frage mich ob diese Umfragen wirklich die Meinungen aller kölner Bürger wiederspiegeln können oder ob sich hier nur die einseitige Meinung einer Minderheit, die sich stark für ihre Interessen einsetzt, zeigt.
Ich bin zwar auch für eine Förderung des nichtmotorisierten Individualverkehrs, finde jedoch auch, dass hierbei stets sinvolle Kompromisse zwischen motorisierten und nichtmotorisirten Verkehrsmitteln gefunden werden müssen. Mir scheint es so, also ob die Leute die hier am lautesten für die Verbannung des Kfz aus dem Straßenbild schreien, selber das Glück haben für die täglich anfallenden Strecken nicht auf ein PKW angewiesen zu sein und somit mit ihren Forderungen sehr egoistisch handeln. Vielleicht lassen sich die eigenen Interessen viel leichter umsetzten, wenn man bereit ist auf Kompromisse einzugehen und Lösungen vorschlägt, die weniger von einem Schwarz-Weiß-Denken geprägt sind.

Win-Win ist möglich

Da möchte ich Ihnen widersprechen. Wenn Straßen nicht mehr von innen nach außen, sondern andersherum gedacht und geplant werden, kommt das gerade auch denen zu Gute, die auf das Auto angewiesen sind. Mir ist bewusst, dass das Argument wie der Besänftigungsversuch eines Radfahrers daherkommt, aber es gibt eine Reihe logische Gründe (und vor allem Beispiele), die dafür sprechen:
1.) Im Berufsverkehr staut sich der MIV-Verkehr auf den Kölner Hauptverkehrsstraßen, ohne dass eine Besserung in Sicht wäre. Straßen verbreitern? Geht nicht mehr. Stadt untertunneln? Definitiv zu teuer. Straßen so lassen wie sie sind? Dann wird sich nichts ändern. Bzw., bei weiter steigender Bevölkerungszahl, wird sich die Situation sogar weiter verschlimmern. Dem MIV Fahrstreifen "wegnehmen" und Fortbewegungsarten zuschlagen, die einen geringeren Flächenverbrauch haben (zu Fuß gehen, Fahrrade, ÖPNV) - die einzige Möglichkeit, die verbleibenden Fahrstreifen zu entlasten!
2. Viele Städte machen es bereits vor. Lange war es üblich zu sagen "die Fahrbahnen sind verstopft - dann brauchen wir mehr Fahrbahnen" - mit der Folge, dass auch diese schnell verstopft waren. Größere Fahrbahnen ziehen mehr Autos an. Und zwar insgesamt, nicht nur bezogen auf diese eine Straße. Zumal die Ausbaugrenzen, wie oben bereits erwähnt, in Köln bereits ausgeschöpft sind. Beispiele rund um die Welt zeigen aber glücklicherweise, dass das Prinzip auch andersherum funktioniert: Wenn ich Fahrbahnen reduzieren, bricht der Verkehr eben nicht zusammen. Wenn ich Radwege schaffe, ziehe ich Radfahrer an.
Kompromisse sind natürlich nötig udn ein Schwarz-Weiß-Denken verhärtet die Fronten unnötig, allerdings glaube ich auch dass man manchmal zeigen muss, dass es auch anders funktionieren kann - und das in einigen Pilotprojekten in begrenzten Gebieten mit mutigen Schritten zeigen/beweisen sollte. Wenn die Bürger sehen, dass es in einem Stadtteil funktioniert, werden sie es auch für alle anderen Stadtteile wollen. Dafür braucht es aber, wie gesagt, mutige Schritte und kein Flickwerk, wie es bisher leider der Fall ist.

Die Aggresivität liegt ja

Die Aggresivität liegt ja wohl eindeutig im Autoverkehr und nicht bei den Menschen, die sich dagegen wehren!

Siehe auch mein Vorschlag:

Siehe auch mein Vorschlag:

https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2015/buergervorschlaege/390

Lebensqualität

Es spricht alles für mehr Radverkehr, und Köln verfügt hier über sehr viel Verbesserungspotenzial. Es würde die Lebensqualität aller Bürger erhöhen, wenn der Autoverkehr nicht mehr die vollständige Priorität genießen würde: weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Staus, mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer, Verbesserung der Gesundheit. Viele Leute wollen mehr Radfahren, fühlen sich aber davon abgeschreckt, wenn sie sich auf mehrspurigen Straßen ohne Radweg wiederfinden.

Seiten