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Vorschlag 275 von FHPD, 21. November - 8:28

Für den Historischen Park Deutz

DEUTZ, der rechtsrheinische und zweitälteste Teil der Kölner Innenstadt, hat eine mehr als 1700-jährige Geschichte. Diese ist trotz der archäologischen Funde der letzten Jahre im Stadtbild kaum zu erkennen und wird nach dem aktuellen Planungsstand zukünftig wohl auch wenig zu erkennen sein. Die Chance, Archäologie und Geschichte beim Bau des neuen Rheinboulevards in die Ausführungspläne angemessen zu integrieren und Geschichte erlebbar zu machen, wurde leider nur unzureichend genutzt. Noch sind hier Korrekturen und Nachbesserungen möglich: durch die Schaffung des Historischen Park Deutz, der im südlichen Bereich des Rheinboulevard beginnen könnte und einen Planungsbereich zwischen maxCologne und LVR-Landeshaus abdecken würde. Ein entsprechendes Ideen-Konzept wurde bereits durch den Förderverein Historischer Park Deutz e.V.(FHPD)entwickelt und veröffentlicht.

DIE ARGUMENTE für den Historischen Park Deutz:

Deutliche Aufwertung von Deutz durch die Erlebbarkeit der mehr als 1700-jährigen Geschichte, durch angemessene Präsentation der eichhaltig vorhandenen Archäologie aus Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit.

Städtebaulicher Gewinn für den rechtsrheinischen Teil der Innenstadt und Steigerung der Attraktivität des Rheinboulevards durch die Kombination von erlebbarer Archäologie und moderner Architektur.

Der Historische Park Deutz mit den nicht unerheblichen Resten des spätrömischen Kastells Divitia (eingetragenes Bodendenkmal) als Teil eines neuen UNESCO-Welterbes "Niedergermanischer Limes".

Wirtschaftlicher Mehrwert für Handel, Gewerbe & Gastronomie durch zusätzliche Besucher (Touristenmagnet).

"Denn nur wer das Gestern kennt, wird das Heute verstehen und kann das Morgen zukunftsorientiert planen."

  • Ausgabevorschlag
  • Innenstadt

Kommentare

Welcher Stadtteil ist denn

Welcher Stadtteil ist denn älter als Deutz

Die Kölner Altstadt

Die Kölner Altstadt ist, als linksrheinischer Teil der Kölner Innenstadt, mit den Resten des römischen Kölns (CCAA)rund 300 Jahre älter als Deutz. Das Deutzer Kastell wurde zwischen 310 und 315 n.Chr. zum Schutz der in die CCAA führenden Rheinbrücke und somit zum Schutz des römischen Köln erbaut.

ubier

Naja, die ersten Siedler waren definitiv in Deutz ansässig. das habe ich sogar schon in der Grundschule gelernt!

Die Ubier

Es ist richtig, dass die Ubier, nennen wir sie mal die "ersten Kölner", ursprünglich aus dem Rechtsrheinischen kamen. Allerdings lag ihr Siedlungsgebiet nicht im Gebiet des heutigen Deutz, sondern weiter südlich zwischen Sieg, Lahn und Main. Für den Deutzer Raum läßt sich eine vorrömische Besiedlung nicht nachweisen, man sollte sie aber sicher nicht ausschließen.

Zweifel

Ob das hier etwas bringt wage ich zu bezweifeln. Zu viele "Entscheider" aus Politik und Verwaltung sind gegen ein solches Projekt - aus welchen Gründen auch immer. Dabei sind die vorgebrachten Argumente einleuchtend und die Umsetzung der Idee wäre für Deutz und die Innenstadt nur ein Gewinn. Darum: macht weiter so und trotz aller Bedenken, viel Erfolg!

Wirklich wichtig?

Es gibt in Köln wichtigere Baustellen. Das Projekt hört sich nach hohen Kosten an.

wirklich wichtig? - aber ja

Ich denke das dieses Projekt einen hohen Mehrwehrt für Deutz und Köln hat. Und verglichen mit anderen Großprojekten dürfen die Kosten bei ordentlicher Planung auch in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Außerdem glaube ich, dass Geschichte und Kultur, vor allem im Rechtsrheinischen, in den letzten Jahren doch zugunsten moderener Architektur ins Hintertreffen geraten sind. Hier könnte man mal ein Zeichen setzen.

Wichtig? - ich weiß nicht

Als Kind sind wir mit der Schule ins Römisch-Germanische Museum gegangen, wir haben uns die römische Reste der Altstadt angeguckt und irgendwo ein Aqueduct. Die Lehrerin hat uns schöne Folien auf dem Overhead-Projektor gezeigt, das fand ich völlig ausreichend und ich kann mich immer noch daran erinnern und war viel günstiger als solch ein Park.

Durchaus wichtig !

In wenigen Jahren wird der Bereich des ehemaligen Deutzer Kastells Teil des dann neuen UNESCO-Welterbes "Niedergermanischer Limes" sein. Das Deutzer Kastell Divitia war eine der bedeutensten Anlagen des römischen Limes. Köln wird also ein weiteres Weltkulturerbe haben.

Wollen wir dann Touristen und Kölnbesucher ins Römisch-Germanische-Museum schicken, mit Powerpoint-Präsentationen oder Bildbänden abspeisen, obwohl wir Originalbefunde haben und zeigen könnten? Köln würde als Touristenstadt an Attraktivität verlieren. Aber Köln lebt zu einem großen Teil vom Tourismus. Und damit das so bleibt müssen unsere Sehenswürdigkeiten erhalten bleiben und es muss für die Zukunft investiert werden. Es gibt sicher eine ganze Menge anderer geplanter Investitionen, die auf den Prüfstand gestellt werden könnten.

Römisch-Germanisches pimpen

könnte man das römisch-germanische Museum nicht "noch attraktiver" machen und die Ausstellung dahin verlegen. Dann wäre dies sogar ein Sparvorschlag!

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