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Vorschlag 326 von Major, 23. November - 16:36

Keine Fahrradförderung mehr

Köln hat im Schnitt um die 200 Regentage, mit steigender Tendenz (2001: 206, 2004: 263).

Damit wird aus dieser Stadt keine Fahrradstadt mehr, ausser wir überdachen sie vollständig.

Solange klatschnasse Verkäuferinnen, Bankangestellte oder Physiotherapeuten gesellschaftlich nicht aktzeptiert sind, ist das Fahrrad ein Freizeitgerät. Niemand hat auch ernsthaft vor, einen LKW für den Supermarkt durch 100 Lastenfahrräder zu ersetzen. Die 100 Rikschafahrer wollen nämlich auch bezahlt werden und die geben sich nicht mit dem hundertstel eines LKW-Fahrers ab - Stichwort: Mindestlohn ;)

Trotz der Benzinpreise und der ständigen Gängelung durch die Stadtplanung kriegt man die Autofahrer einfach nicht dazu, auf's Fahrrad umzusteigen. Ist ja auch schön, trocken und warm zu sitzen. Die steigenden Zulassungszahlen bei SUVs zeigen das, Experimente wie die Venloer Strasse zeugen nicht von weniger Verkehr, sondern von verstopften Strassen und keinem Deut mehr Lebensqualität dort. Luftwerte und Lautstärkekarten zeigen das deutlich.
Stattdessen maroden die Brücken vor sich hin, die Lebensadern von Köln.

Träumereien vom Fahrrad regieren aber offenbar den Bürgerhaushalt, etwas woran inzwischen ja nicht mal mehr die Grünen glauben.

Stattdessen sollte der ÖPNV ausgebaut, auf höheren Durchsatz gebracht werden, denn der stellt die einzig praktikable Massenalternative zum Auto dar. Gerne auch mit einer echten U-Bahn, die sich nicht mehr am mittelalterlichen Strassenverlauf orientiert und tief genug ist, um keine Häuser einstürzen zu lassen und den Rhein zu unterqueren. Wie eben in echten Großstädten.

Die Fahrradförderung sollte sich auf den Unterhalt beschränken - das bereits erreichte reicht für das Freizeitgerät Fahrrad.

  • Ausgabevorschlag
  • Bezirksübergreifend

Kommentare

Innenstädte autofrei

im Gegenteil: Ich plädiere für eine stufenweise Verbannung des Autoverkehrs ( Ausnahmen, wie Behinderte, Anlieferverkehr, Anwohner... ausgenommen ) aus den Innenstädten, das würde die (Über-)Lebens- Qualität in der stadt erheblich verbessern.

Überhebliche Bevormundung

Ob ein Radfahrer sein Rad auch bei Regen benutzt, sollte ihm selbst überlassen bleiben. Die Voraussetzungen für einen gefahrlosen Radverkehr müssen in dieser Stadt entwickelt und vorangetrieben werden. Den Radfahrern an dieser Stelle "Träumereien" vorzuwerfen zeugt von der unerträglichen Arroganz dessen, der wahrscheinlich nie ein Fahrrad benutzt.

Bevormundung ?

Wo steht denn da, dass SIE ihr Rad nicht mehr benutzen dürfen, wenn's schneit, hagelt oder regnet ?

Sie dürfen zitieren !

Da steht nicht: "Wer friert oder nass ist, muss runter vom Rad und sofort einen SUV kaufen".

Meinetwegen fahren Sie, ist doch ihr Problem. Werden Sie nass oder auch nicht - ist nicht Gegenstand des Vorschlags und den meisten schnurz.

Der Vorschlag verbietet NIEMANDEM, sein Rad oder Auto zu benutzen. Das ist ein freies Land.

Gut, es lebe die Meinungsfreiheit.

Gut, es lebe die Meinungsfreiheit. Aber ich halte nichts von diesem Vorschlag.

Werde kaum nass

Ich fahre jeden Arbeitstag 12 plus x km mit dem Rad - Sommers wie Winters - seit Jahren. Nass werde ich an maximal 10 Tagen im Jahr. Das Wetter stellt also kein Hindernis für die Fahrradstadt Köln dar.

Ein Wunder !

Ich habe lange gebraucht, bis ich nicht mehr an ein Wunder geglaubt habe, aber dann kam mir die Erleuchtung:

Sie haben nur 10 Arbeitstage im Jahr.

Der Deutsche Wetterdienst lügt leider nicht. Weit über 200 Regentage in Köln. Aber bestimmt nur nachts ;)

gar nicht so falsch...

...liegen Sie mit Ihrer Vermutung. Zwar haben Sie leider Unrecht damit, dass ich nur 10 Tage im Jahr arbeite. Aber wenn Sie Ihren Hinweis, es regne vermutlich nur nachts, etwas weiter denken, werden sich Ihnen die Geheimnisse des Wunders offenbaren. Denn ein Tag hat tatsächlich 24 Stunden. Wenn ich 12 km Fahrrad fahre, benötige ich dafür so 40 Minuten. Da als "Regentag" vermutlich jeder Tag gilt, an dem es zu irgendeinem Zeitpunkt mal geregnet hat, ist die Wahrschenlichkeit, in 40 Minuten nass zu werden, eben doch eher gering. Dafür ist nicht mal ein Wunder nötig.

genau so ist es

Ich fahre mindestens 5 mal die Woche mit dem Fahrrad. Das es in der Viertelstunde, wo ich unterwegs bin, gerade regnet, ist selbst bei 200 Regentagen recht unwahrscheinlich.

Der Lacher der Woche ...

... mehr kann dieser Vorschlag wohl nicht sein. Sehen offenbar alle außer dem Vorschlagenden so. Liebe Autofahrer, wenn es nicht so viele Radfahrer UND Nutzer des ÖPNV gäbe, kämt Ihr gar nicht mehr vom Fleck. Und die Radfahrerzahlen steigen und steigen, OBWOHL noch sehr sehr viel für eine richtig gute Fahrradinfrastruktur getan werden muss.

Major, bitte informieren Sie sich seriös

In den langjährigen Mittelwerten der Niederschlagsmengen (zwischen 1980 und 2010) liegt Köln im deutschen Mittelfeld. Bitte verwenden Sie Statistiken, die Sie aus Wikipedia aufgreifen, nicht willkürlich und tendenziös. http://www.dwd.de/bvbw/generator/DWDWWW/Content/Oeffentlichkeit/KU/KU2/KU21/klimadaten/german/nieder__8110__fest__html,templateId=raw,property=publicationFile.html/nieder_8110_fest_html.html

Ansonsten ist Ihr Vorschlag natürlich reine Provokation und sollte seitens der Administration daher gelöscht werden. (Andererseits ist dieser exponierte Dogmatismus auch sehr amüsant.)

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