390
Vorschlag 390 von Gast, 24. November - 21:13

Verbesserung des Parkraumkonzeptes (Gesamtkonzept)

Massnahmen zur Verbesserung des Parkraumbewirtschaftung machen nur in einem schlüssigen Gesamtkonzept Sinn.

HINTERGRUND:
Folgende Kritiken:
– Kontrollen sind zu selten
– Bussgelder sind zu niedrig
– v.a. abends gibt es in Anwohnerparkgebieten zuwenig Parkplätze
– Der Parkplatzmangel verursacht Kosten (Benzin,Zeit), belastet die Umwelt u. die Lebensqualität
– Eine Erhöhung od. Einführung von Anwohnerparkgebühren belastet die Anwohner, ohne ihnen zusätzl. Nutzen zu bieten
– Anwohnerparken ist für die Stadt Köln ein Verlustgeschäft: Für 30 € p.a. können 10 qm Fläche ganzjährig blockiert werden, das sind 2,50 € pro Monat oder 0,25 € pro qm! Im Belgischen Viertel!
Weiterhin hat die Stadt Köln für das Asphaltieren Geld ausgegeben. Selbst bei nur 25 € pro qm würde es 100 Jahre dauern, bis sich die Investition für die Stadt Köln amortisiert. Da die Straße aber niemals 100 Jahre hält ist es für die Stadt Köln immer ein Verlustgeschäft.
Realistische Berechnungen wären sehr interessant.

VORSCHLAG:
Aus diesen Gegebegenheiten ergibt sich der folgende Vorschlag als Gesamtpaket:
1. Ausweitung der Kontrollen
2. Möglichkeiten prüfen, höhere Bussgelder zu erheben, z.B. durch Ausweisung der Quartiere als Halteverbotszonen, als Pilotprojekt in NRW oder durch Druck auf die Bussgelder festsetzenden Stellen.
3. Erhöhung der Parkgebühren für Besucher (z.B. 5 € pro Stunde)
4. Ausbau des Park-and-Ride, z.B. wie in Amsterdam: Außerhalb in einem Parkhaus parken für 8 € pro 24 Std. inkl. KVB-Ticket in die Innenstadt für alle Mitfahrer
5. Deutliche Erhöhung der Gebühren für das Anwohnerparken (z.B. 150 € pro Jahr)
6. Um den Anwohnern einen Gegenwert zu bieten, wird abends (z.B. ab 19.00 Uhr) nur noch Anwohnerparken gestattet.
7. Bei Bedarf kann das Projekt ausgedehnt werden, ggf. auch mit gestaffelten Preisen.

FOLGEN:
Belastet werden bei diesem Konzept Besucher und Anwohner. Besuchern wird durch den Ausbau attraktiver Park-and-Ride-Angebote sowohl tagsüber als auch abends und nachts eine günstige und stressfreie Alternative geboten. Gerade abends sind die meisten Fremdparker in der Innenstadt Gastronmiebesucher, die ohnehin besser mit der KVB anreisen würden. Wer dennoch per se mit dem eigenen Kfz. in die Stadt will, kann auf Parkhäuser ausweichen oder muss die erhöhten Parkgebühren entrichten.

Die finanz. Belastung für Anwohner ist zwar hoch, bietet Anwohnern durch das vorgeschlagene Gesamtpaket aber auch einen deutlichen Nutzen. Es gibt zwar keine Parkplatzgarantie, aber durch die o.g. Maßnahmen steigt die Chance auf einen Parkplatz deutlich. Zudem werden Anwohner von weniger Fahrzeugen auf Parkplatzsuche belastet (weniger Schadstoffe, weniger Verkehr im Viertel).
Neben einer Verbesserung des Parkraumkonzeptes spart die Stadt Köln langfristig durch den Subventionsabbau von Parkplätzen. Zudem ist kurz- und langfristig mit zusätzlichen Einnahmen aus Parkgebühren, Anwohnerparkscheinen und Bussgeldern zu rechnen.

Grüße

Qarsten

  • Sparvorschlag
  • Bezirksübergreifend

Kommentare

"Anwohnerparken" sollte generell deutlich teurer werden

Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum die Stadt öffentliche, von allen finanzierte Fläche and eine bestimmte Gruppe von Bürgern (in diesem Fall Menschen, die in diesem Viertel wohnen und ein Auto besitzen) verschenkt. Private Parkplätze kosten in der Innenstadt ab 60 € pro MONAT aufwärts, sobald aber die Stadt den Stellplatz finanziert hat, wird er für einen Mini-Verwaltungsaufwand (gut 30 € pro JAHR) quasi verschenkt. Leidtragende sind alle, die den von Ihnen mitfinanzierten öffentlichen Raum auch gerne nutzen würden (fließender Verkehr, Lieferanten, Fußgänger, Kinder, ...). Eine deutliche Anhebung der Anwohnerparkgebühr ist also dringend geboten.

Pro-Kopf-Steuern sind sozial ungerecht

Das käme einer Pro-Kopf-Steuer gleich. Fragen Sie mal einen Hartz-IV-Empfänger, wie er das Geld für den Parkplatz aufbringen will.

Hartz IV Empfänger und Auto???

Wie passt das denn zusammen? Erklären Sie uns doch mal bitte, wie man sich mit Hartz IV noch ein Auto leisten kann? Ich hätte damit nicht mal genug Geld für Lebensmittel und Kleidung. Aber vielleicht hab ich da ja falsche Zahlen im Kopf.

Dann ist *jeder* Preis sozial ungerecht

Es handelt sich hier um keine Steuer, sondern den Preis für die alleinige Nutzung eines öffentlichen Gutes.

Im Übrigen ist mir eine gesetzliche Regelung unbekannt, die einen Anspruch auf einen kostenlosen Auto-Parkplatz direkt vor der Haustür begründet.