576
Vorschlag 576 von Gast, 28. November - 13:32

Ambulante Jugendhilfe stärken

Seit nun mehr als einem Jahr greifen die sogenannten "Optimierungen" in der ambulanten Jugendhilfe. Sozialarbeiter haben nun im Normalfall neun Monate Zeit (durchschnittlich 4 Stunden die Woche) eine Familie oder einen/einer Jugendlichen zu helfen ihre Ziele zu erreichen. Anschließend soll aus Kostengründen die Maßnahme beendet werden. Ob in diesem sensiblen Bereich der Sozialen Arbeit neun Monate ausreichend sind oder nicht ist egal. Fachliche Einschätzungen spielen keinen Rolle. Die einzige Möglichkeit Familien längerfristig zu betreuen, wäre wenn man sie in den sogenannten Graubereich (Überprüfung einer Kindeswohlgefährdung) einordnet. Für mich ist das ein Skandal. Denn dann würden evt. Familien die sich an das Jugendamt gewandt haben um Hilfe zu erlangen und so etwas gutes für Ihr Kind wollen, in eine Schublade gesteckt oder sie erhalten nur neun Monate Hilfe, ob das reicht oder nicht.

Meine Vorschlag halten Sie kurzfristige marktwirtschaftliche Interessen aus Bereichen raus in denen sie nichts zu suchen haben!

Vielleicht werden kurzfristig so ein paar zehntausend Euro gespart. Aber was ist mit den langfristigen Folgen einer solchen Politik?

1. Familien verlieren das Vertrauen in die Institution Jugendamt immer mehr. Da helfen auch keine schönen Werbepakate.
2. Meinen Sie wirklich, dass wenn man präventive Jugendarbeit vernachlässigt auf Dauer die Kosten für die Jugendhilfe sinken werden? Meiner Meinung nach führt das langfristig zu mehr stationären Unterbringungen und somit zu deutlich erhöhten Kosten.

Wir brauchen eine langfristig gedachte Politik, die gestaltet und nicht eine die sich kurzfristigen Zwängen hingibt.

  • Ausgabevorschlag
  • Bezirksübergreifend