654
Vorschlag 654 von Volker Becker, 01. Dezember - 0:24

„Bürgerplanung“ für mehr Nachhaltigkeit in der Stadtplanung! Ein 11 Punkteprogramm: 4. Zwischennutzung des Stadtarchiv („Kleine Lösung) für die Kunst- und Museumsbibliothek! Infos: http://bi-eifelwall.de/burgerplanung/

Hintergrund:
Nach dem Ratsbeschluss vom 13.11.2014 sollen die Bestände der jetzt an fünf Standorten verteilten Kunst- und Museumsbibliothek an einem Ort zusammengeführt werden. Ein Neubau ist anzustreben, aus Kostengründen sollen aber auch bestehende Gebäude und zukünftiger Leerstand in die Überlegungen mit einbezogen werden.
Das ist ein wichtiges Bekenntnis nach Jahrelanger Hängepartie um die Zukunft der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, die national und international zu den bedeutendsten öffentlich zugänglichen Fachbibliotheken für Kunstgeschichte der Welt zählt.
Dennoch wäre die Umsetzung der ursprünglichen Planung für KMB, Rheinische Bildarchiv und Stadtarchiv unter einem Dach die nachhaltigste gewesen, diese ist leider machtpolitischen Interessen geopfert worden. Denn weder die ins Feld geführten Einsparpotentiale der „Kleinen Lösung“ ohne KMB zwischen 21 und 30 Millionen Euro noch die zu erwartenden Kosten der jüngsten Entscheidung sind gutachterlich geprüft und offengelegt worden. Weil man sich aber das Hintertürchen – „bestehender Gebäude und zukünftiger Leerstand“, offengehalten hat steht da wieder der Begriff „Provisorium“ im Raum.
Dabei hätte schon bei der Ratssitzung eine dritte Option bestanden – wenn sich man Informationen der Tagespresse bedient hätte: Laut KSTA vom 29.10.2014 „So kehrt das Gedächtnis der Stadt Köln zurück“ hat der Chef-Archivar Max Plassmann zum Wiederherstellungszeitraum der Archivalien erklärt „Wenn wir so weitermachen sind wir in 50 Jahren fertig.“ und die stellvertretende Restaurationsleiterin Katharina Weiler fügt korrigierend hinzu „Zumindest haben wir dann alle 900.000 Einheiten einmal durch, die Feinrestaurierung dauert 200 Jahre“ Erst 1 Regalkilometer von 36 ist restauriert und das bei einem Einsatz von 100 Mitarbeitern! Damit wird klar, dass auch unter Berücksichtigung der neuen Nachlässe und Verwaltungsunterlagen der wahre Raumbedarf der Archivalien in der „kleinen Lösung“ des Stadtarchivs einem ungleich größeren Leerstand gegenüberstehen wird!
Aufgrund dieser Faktenlage böte sich für die KMB auf Jahrzehnte hinaus, die wunderbare Chance einer Zwischennutzung des Stadtarchivs. Damit ließe sich die ursprüngliche
Konzeption doch noch realisieren, ein politischer Konsens finden, dem Ansehen Stadt einen großen
Dienst erweisen und ein vermeintlicher Mangel zu einem Vorteil zu nutzen, der dann wirklich viele Millionen Euro einsparen würde. Berücksichtigt man in diesem Zusammenhang die geplante
zeitliche Auslegung von 30 bis 50 Jahre für die Reserveflächen und einer Lebensdauer des Archivs von 50 Jahren, entspricht das de facto einer regulären Nutzung im Sinne der ursprünglichen Konzeption. Diese Lösung lässt sich sowohl in der städtischen Planung am Eifelwall als auch am Alternativstandort Hans-Carl-Nipperdey-Straße der „Bürgerplanung“ umsetzen!
Überprüfung:
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aufgefordert diesen Sachverhalt in Form einer Gegenüberstellung vorzulegen!

  • Sparvorschlag
  • Bezirksübergreifend