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Vorschlag 656 von Volker Becker, 01. Dezember - 1:50

„Bürgerplanung“ für mehr Nachhaltigkeit in der Stadtplanung! Ein 11 Punkteprogramm: 6. Bewahrung von etwa 100 Bäumen - zahlreicher Vegetationsinseln mit altem Baumbestand, als Bestandteil der Grüngürtelgestaltung am Eifelwall! Infos: http://bi-eifelwall.d

Bäume stellen nicht nur einen ideellen Wert da:
Unter den etwa 100 Bäumen ist auch eine denkmalwürdige ca. 80 Jahre alte Zerreiche:
Welchen ökologischen und auch wirtschaftlichen Schaden das Fällen dieser Zerreiche bedeuten würde soll diese einfache Berechnung (siehe Anlage 2: Ökologischer Wert von Bäumen) verdeutlichen: Die Zerreiche hat einen Kronendurchmesser von 20m an der breitesten Ausdehnung und einen Stammumfang von 2,20m. Hier wird ein Mittelwert für den Kronendurchmesser von 18m zugrunde gelegt, kommt man auf ein Kronenvolumen von 3052ccm. Nimmt legt man als Vergleichsgröße einen junge Zerreiche von ca. 5m Höhe und einem Kronendurchmesser von 2m bzw. ein Kronenvolumen von 4ccm, würde man 3052:4=763 junge Zerreichen benötigen um eine vergleichbare Sauerstoffgewinnung zu erzielen die den Tagesbedarf von 17 Menschen abdeckt. Dabei sind schön 50 junge Zerreichen nötig um den Bedarf von 1 Menschen abzudecken. Die aufzubringenden Kosten würden sich nach Auskunft der Baumschule Lappen auf 600.-€ pro junge Zerreiche in der vorgenannten Größe belaufen d.h. 600 x 763= 457800.-€ Gesamtsumme. Will man dann noch die entsprechende Ausgleichsfläche um den jungen Bäumen den Raum für ein gleiches Größenwachstum zu geben, bräuchte man eine Fläche (400qm überdeckt unsere alte Zerreiche)von annähernd 43 Fußballfeldern oder man müsste den Grüngürtel auf einer Mittleren Breite von 150m und einer Länge von 2km flächendeckend mit jungen Zerreichen bepflanzen und bis diese Bäume 80 Jahre alt geworden sind wäre unsere alte Zerreiche schon 160 Jahre alt! Es wachsen noch eine Vielzahl von Bäumen und Sträuchern mit großem Wuchs auf dem Plangebiet, wollte man allein schon deshalb eine Umweltverträglichkeitsprüfung umgehen?
Hier setzt die „Bürgerplanung“ an:
• Sollten Bäume, Buschwerk und andere Pflanzen aus planerischen Gründen eine Behinderung darstellen, so sollten diese an anderer Stelle im Plangebiet fachgerecht umgesetzt werden, was sich auch im Hinblick auf die bessere Umweltverträglichkeit als die nachhaltigere Alternative darstellen dürfte.
• Flora und Fauna können bei diesem Entwurf schonend einbezogen werden; die Zerreiche – die bei der jetzigen Planung für das Stadtarchiv geopfert werden müsste, wäre eine der Parkattraktionen, in dem sie und andere Vegetationsinseln der Anlage die Prägung einer „gewachsenen“ Parklandschaft geben würden.
Überprüfung:
Hier ist die Verwaltung der Stadt Köln aufgefordert diesen Sachverhalt, Verstöße gegen die Baumschutzsatzung und Kostengrößen zu Prüfen und in einer Gegenüberstellung der Planungsansätze vorzulegen!

  • Ausgabevorschlag
  • Bezirksübergreifend