801
Vorschlag 801 von Krid, 13. November - 9:17

AirBnB, wimdu, 9flats u.ä.

AirBnB, wimdu, 9flats u.ä.

Die private, kurzzeitige Vermietung von Mietwohnungen nimmt uns allen Wohnraum, abgesehen davon, dass Steuern teilweise im großen Stil hinterzogen werden, denn unter dem Deckmantel der privaten Wohungsüberlassung betreiben manche Anbieter dies als Haupteinnahmequelle zur Lebensunterhaltung. Sieht man sich die einzelnen Angebotsseiten (s. Betreff) an, stellt man fest, dass Anbieter nicht nur ein Zimmer in der eigengenutzten Wohnung kurzzeitig ab und zu an Gäste vermieten, sondern dass häufig eine Wohnung oder sogar mehrere Wohnungen konstant angeboten werden. Wenn es sich um die Haus- oder Wohnungseigentümer selbst handelt, die sich durch diese Art des Geschäfts eine "goldene Nase" verdienen, ist das sicher noch ein bisschen differenzierter zu betrachten (auch wenn der Schaden für die Allgemeinheit der gleiche ist), als bei Mietwohnungen. In der Stadt aber nur allein deshalb Wohnungen anzumieten, um sie dann kurzzeitig als Ferienwohnungen weiter zu vermieten, ist schlicht asoziales Verhalten.

In Köln gibt es ein Zweckentfremdungsverbot, aber niemand scheint sich um die Einhaltung zu kümmern - oder kümmern zu können...wollen?
Ich bin kein Experte und daher sollten diese sich eher damit beschäftigen, aber es gab im Sommer in Berlin ein Urteil, durch das Ferienwohnungsbetreibern Bestandsschutz versagt wird und der Bestandsschutz ist wohl ein Grund, warum in Köln diverse Verfahren eingestellt wurden. Gewerblich betriebene Vermietung von Ferienwohnungen, bei denen das Zweckentfremdungsverbot greift, dürfen also nicht weiter als solche vermietet werden - und ständen, im Umkehrschluss, dem Wohnungsmarkt zur Verfügung.

Da es für Touristen natürlich interessant ist, in der Innenstadt eine Bleibe zu finden, sind grade dort viele Wohnungen blockiert - aber natürlich nicht nur dort. Und "günstig" sind diese Unterkünfte nicht - da wird schon Mal das gleiche 16-qm-Apartement von EUR 59 bis EUR 229 pro Nacht angeboten, je nach dem, ob grade Karneval, CSD oder Messe ist oder eben keinerlei Sonderveranstaltung. Mal als Beispiel dazu eine Rechnung: in der Kölner Innenstadt kann man eine Wohnung jeden zweiten Tag des Jahres vermieten (also etwa 180 Tage), der Durchschnittspreis wäre bei der Spanne von EUR 59 bis 229 ein Mietpreis von EUR 145 pro Nacht und geht man davon aus, dass man ein 16-qm-Apartement für EUR 320 Monatsmiete bekommt, macht das 180 Tage x EUR 145 = EUR 26.100 - 12 Monate x EUR 320 Miete (EUR 3840) = EUR 22260 steuerfrei im Jahr oder EUR 1855 netto pro Monat. Muss man nicht mehr für arbeiten gehen und kann sich eine schöne, andere Wohnung noch dazu leisten...

Die angespannte Wohnraumsituation in unserer Stadt sollte eigentlich sehr zur Motivation der Stadtverwaltung beitragen, hier sich etwas einfallen zu lassen und z.B. mehr Personal abzustellen.

  • Spar-/Einnahmevorschlag
  • Bezirksübergreifend

Kommentare

Mich würden besonders mal

Mich würden besonders mal Meinungen von denen interessieren, die mit "contra" abstimmen. Vielleicht habe ich etwas im Vorschlag falsch formuliert oder übersehen, was zu einer Ablehnung führt?