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Vorschlag 11 von Gast, 09. Oktober - 9:12

Ausweitung der Sperrung Zülpicher Straße

Die Zülpicher Straße ist seit April 2016 für den Durchgangsverkehr gesperrt und bietet seitdem für Fußgänger*innen und Radfahrende mehr Freiraum und eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität, wie auch die Verkehrsuntersuchung der Stadt Köln belegt.

Jetzt muss es darum gehen die Sperrung einerseits auszuweiten, kurzfristig bis zum Bahnhof Süd und später bis zum Zülpicher Platz. Andererseits muss ein Konzept entwickelt werden, wie der gesperrte Bereich dauerhaft umgestaltet werden kann. Eine Möglichkeit könnte zum Beispiel die Entsiegelung der Fläche zwischen den Grüngürtelabschnitten sein.

  • Ausgabevorschlag
  • Lindenthal

Kommentare

Nicht zu Ende gedacht

Hallo, grundsätzlich ist das ja eine hübsche Idee. Ich sehe aber als Anwohner nicht wirklich Vorteile darin, so wie es jetzt aussieht. Erstens: Warum ist die Sperrung genau da, wo man die Gleise NICHT überqueren kann? Das Stück ist lächerlich und lediglich eine Verkehrsschikane. Denn trotzdem fahren Autos da hin und her. Zweitens: Wie stellt man sich das für die Anwohner vor, wenn ALLES gesperrt ist? Sollen wir dann alle unsere Autos verkaufen? Drittens: Der Verkehr muss drumherum fahren, das belastet Lindenstraße, Dasselstraße und Roonstraße. Mag ja hübsch sein für die paar Lindenthaler an der Inneren Kanalstraße, aber für die "Innenstädter" ist es meiner Meinung nach kein Vorteil. Ich unterstütze das gegebenenfalls erst denn, wenn alle Fragen geklärt sind, aber leider hält man sich da zu sehr bedeckt.

Zu Drittens: Der Verkehr muss

Zu Drittens: Der Verkehr muss nicht drumherum fahren. Fahrrad-, Fußgänger-, und Bahnverkehr sind nach wie vor möglich. Und das Aufkommen an Autoverkehr ist kein Naturereignis, sondern steuerbar, unter anderem, indem man es unattraktiver macht (wie hier).

Vielleicht sollte man es den

Vielleicht sollte man es den Studenten mal unattraktiver machen, mit einer Dose Kölsch auf der Straße rumzulungern, dann dürfen auch die Autos wieder normal fahren. Selten so einen Schwachsinn gelesen. Wenn die Autos stören, dann einfach ne kleine Holzhütte in den BErgen beziehen, da kannste dann den ganzen Tag mit dem Rad auf der Alm rumfahren.

Bitte sachlich formulieren

Hinweis der Moderation

Hallo posflo,
ich möchte Sie darum bitten, Anmerkungen zu den Beiträgen anderer Teilnehmer im Sinne eines konstruktiven Dialogs zu formulieren.
Danke für Ihr Verständnis.
Beste Grüße
Petra Schröter (Moderation)

Verkehrsversuch

Hallo Yo_Silke,

Mache Sachen ergeben sich daraus, dass es ein Verkehrs-Versuch ist! So war die Sperre an der dortigen Stelle am einfachsten zu realisieren. Ich fahre dort öfter lang (mit dem Rad) und bin immer wieder überrascht, wie angenehm und friedlich es dort ist, weil der Autoverkehr insgesamt deutlich reduziert wurde.

Zum zweitens: Vielleicht reicht es ja auch, aus der Zülpicher zwischen Roon und Dasselstraße eine Einbahnstraße zu machen. Dann lassen sich Häuser immer noch erreichen, aber die meiste Autobelastung durch die Durchfahrer ist weg.

Drittens: Am Anfang gab es eine deutliche Belastung auf der Bachemer, die hat meiner Wahrnehmung nach deutlich nachgelassen (Ich wohne in der Mozartstraße).

Also, ich freu mich wenn's bleibt.

Bilderstürmerei

Die Diskussion um die Sperrung der Zülpicher Strasse erinnert an Bilderstürmerei. Die Hauptsache ist, man blockiert den Autoverkehr. Alternative Vorschläge wie eine Einbahnstrassenlösung ( https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2017/buergervorschlaege/651) oder Vorschläge zur Umgestaltung der Bahnhaltestellen an der Zülpicher Strasse ( Vorschläge 652, 653 und 656) werden abgelehnt obwohl der Bau von mittelhaltstellen deutlich mehr Raum und Sicherheit für Radfahrer auf der Zülpicher Strasse schaffen würde. Also lieber die Zülpicher Strasse dort sperren, wo den Radfahrern bei beiden Fahrtrichtungen ein zwei Meter breiter Radweg zur Verfügung steht.

Zu 2.

Sie können nicht eine autofreie Zone für gut heißen aber gleichzeitig erwarten, keine persönlichen Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen.

@Yo_Silke

zu Erstens: Wo wollten Sie die Sperre denn sonst (kostengünstig) realisieren? Da müssten Sie dann auf den Gleisen Pöller errichten oder eine Schranke, sonst kann man dort ja problemlos durchfahren. Anfangs sind die Autos sogar noch über den Gehweg gefahren! Insofern ein wenig überlegter und nicht triftiger Einwand.
Zu Zweitens: Ich bin mir recht sicher, dass Sie Ihr Auto nicht auf der Zülpicher Straße parken - allein schon deswegen, weil dort überhaupt nur recht wenig Parkplätze sind. Insofern können Sie es genau dort parken, wo Sie es auch derzeit parken (am Zülpicher Wall beispielsweise). Für Umzüge o.ä. können ja problemlos Ausnahmen genehmigt werden. Ob Sie Ihr Auto verkaufen oder nicht, hat also nichts mit der Sperrung zu tun und gehört demnach nicht hier hin.
Zu Drittens: Ich wohne an der Dasselstr., die aktuell recht ruhig ist, gleichwohl als Taxifahrer-Rennpiste benutzt wird. Wieso hier nun größerer Verkehr aufkommen soll, wenn es sogar eine Sackgasse wird, ist mir absolut schleierhaft. Für Lindenstraße und Roonstraße gilt das Argument, wobei sich auch hier die Frage stellt, ob hier tatsächlich "zusätzlicher" Verkehr entsteht. Wer es vermeiden kann (i.e. nicht unbedingt zur Mensa muss) fährt doch jetzt schon über die Lindenstr. oder Luxemburger und tut sich den Besoffenen-Slalom auf der Zülpicher nicht an. Man müsste ggf. nur eine Linksabbiege-Möglichkeit auf die Innere Kanalstr. von der Lindenstr. ermöglichen.

Da Ihre Fragen wie erläutert entweder keinen Sachbezug ("Soll ich mein Auto verkaufen?") oder leicht erklärbar sind ("Warum ist die Sperrung da?"), würde ich diese als geklärt betrachten - sodass Sie nun ohne Bedenken zustimmen können :)

Flächentsiegelung schnell

Ein toller Vorschlag, den ich gerne unterstütze. Und eine Flächenentsiegelung brauchen wir in Köln schnell, wenn wir noch halbwegs gut vorbereitet mit dem Klimawandel und den bevorstehenden Hitzetagen in der Stadt zurecht kommen wollen.

Rückbau Zülpicher Str. zwischen Universitätsstr. und Südbahnhof

Als von der Verkehrsberuhigung begeisterter Anwohner will ich mich gerne nach Kräften am weiteren Rückbau und Entsiegelung beteiligen.

Die ehemalige Zülpicher Str. / Kerpener Str. sollte zwischen Universitätsstr. und Einmündung Zülpicher Wall vollständig entasphaltiert sowie sämtliche Vorkriegs-Pflastersteine sollten rückstandslos entfernt werden. Stattdessen kann eine Kombination von Rad- und (Not)fahrweg (Feuerwehr, Rettungsfahrzeuge, KVB-Wartung) auf wassergebundene Decke wie am Alphons-Silbermann-Weg aufgebaut werden, gesäumt mit Blühpflanzen-Beeten, Grünanlagen, Trockenmauern, Hecken z.B. über Patenschaften mit Anwohnern und interessierten Bürgern.

Der noch dicht am Gehweg gezogene Radweg (stadtein- wie -auswärts) weist zu viele Konfliktzonen mit den zahlreichen Fussgängern auf und sollte deshalb auf den Bereich der ehemaligen Fahrbahn verlegt werden.

Die Litfass-Säule sollte entfernt, die Altglas-Sammelstelle an die Universitätsstr. verlegt, die Reste der Parkgebührensäule, sinnlos gewordene Verkehrsschilder, und die nicht nutzbaren Kraftfahrzeugparkplätze sollten zurückgebaut werden.

An den Kreuzungsbereichen mit den Uniwiesen sind zudem ausreichend gross dimensionierte Müllbehälter aufzustellen, um die erholungssuchende Bevölkerung nach sommerlichen Grillgenüssen nicht länger zur Vermüllung der Umgebung zu zwingen.

Die Vision wäre für die nächsten Jahre, zwischen Zülpicher Wall und Zülpicher Platz auf der Zülpicher Str. eine Fussgängerzone bzw. Fahrradstrasse einzurichten, die vom KVB-Schienenverkehr ergänzt wird, und den durch den geringer werdenden ruhenden Verkehr freigewordenen Platz konsequent für den fliesssenden Verkehr durch Fussgänger und Fahrradfahrer zu nutzen.

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