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Vorschlag 251 von frhel, 17. Oktober - 10:42

Mülleimer „Presshai“ verhindern.

Einfache Mülleimer sind der Stadtverwaltung nicht mehr genug. Um die „Sauberkeit an Standorten mit viel Publikumsverkehr“ zu verbessern, setzt man auf High-Tech. 11 Mülleimer werden angeschafft (Stückpreis 8300 Euro). Der Abfall soll direkt zusammengepresst werden, damit mehr rein geht. Etwa 80 bis 100 Liter Volumen, um dann nicht so oft leeren zu müssen. Das würde die Kosten senken.

Hört sich erstmal gut an, ABER die AWB (Abfallwirtschaftsbetriebe) müssen für die innovativen Müllbehälter gesonderte Touren fahren, zudem sind die Säcke schwerer, so dass zwar weniger, aber stabilere und teurere Müllsäcke erforderlich sind. So rechnen die AWB mit Mehrkosten von rund 2000 Euro pro Presshai-Standort im Jahr. Dazu noch höhere Wartungskosten.

Fazit: Der Presshai frisst, finanziell gesehen, seine Vorteile selber auf. Und wer zahlt das Ganze? Bis 2019 die AWB, danach werden die Kosten in die Abfallgebühren eingepreist
und die Kölner Bürger zur Kasse gebeten. Dabei liegen die Kölner eh schon über dem Landesdurchschnitt. Und so geht der gesunde Menschenverstand, der auf mehr herkömmliche Müllbehälter setzen würde, baden.

  • Spar-/Einnahmevorschlag
  • Bezirksübergreifend
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Kommentare

Versuch

Meines Wissens handelt es sich nur um einen Versuch. Diesen sollte man abwarten, bevor man sich gegen diese Mülleimer ausspricht.

Presshai - Mülltonnen

... ein teurer Spaß für 11 mal 8300 Euro. Den Ausgang des Versuches kann der Büger dann als die innovative Verbesserung nachlesen, oder ??? Ein Fall für das Schwarzbuch der Steuerzahler.

Schwarzbuch

Wenn man weiß, wer hinter dem Bund der Steuerzahler steht, weiß man auch, dass dieser Verein Politik machen möchte. Es wird mit allen Mitteln versucht, möglichst viele Skandale zu finden, um zu zeigen, dass Steuern unsinnig sind. Nicht gesagt wird, dass der Großteil der Steuern sinnvoll ausgegeben wird und es sich in aller Regel nur um kleinere Projekte handelt, bei denen Geld unnütz verbrannt wurde. Klar, es gibt einige wenige Großsünden, wie BER, Elbphilharmonie und Kölner Opernhaus. Der Großteil der Steuern wird aber dennoch sehr sinnvoll investiert.

Ich habe kein Problem damit 90 000 Euro für einen Versuch auszugeben, wenn das Ergebnis positiv ausfallen kann. Der städtische Haushalt beläuft sich auf rund 4,5 Milliarden Euro. Die 90 000 Euro entsprechen also gerade einmal 0,02 Promille des Haushaltes.

Kritik am Bund der Steuerzahler

Der Bund der Steuerzahler ist in seiner Struktur eine Bürgerbewegung.
In den Rathäusern (auch in Köln) werden viele Entscheidungen für oder gegen die Steuerzahler getroffen. Einige Politiker sehen Schulden immer noch als kleineres Übel an. Deshalb müssen wir Bürger weiterhin für eine solide Haushaltsführung kämpfen.

Zeitgleich läuft ein Versuch mit dem „Presshai“ in Potsdam.
Hätte man dort vorher vielleicht mal anfragen können?
Köln hat eben keine vollen Kassen, und auch keinen stabilen Haushalt für kostspielige Versuche.

Bund der Steuerzahler

Der Bund der Steuerzahler ist ein Verein. Guckt man sich die Mitgliederstruktur (60 Prozent Unternehmen und gewerbliche Mittelständler, 15 Prozent Freiberufler, der Rest überwiegend leitende Angestellte) jedoch an, so stellt man fest, dass es sich eher um eine Lobbyorganisation handelt, die die Interessen vermögender Steuerzahler vertritt. Schwer vorstellbar, dass diese Mitglieder private und geschäftliche Interessen sauber trennen können.

Der Bund der Steuerzahler gibt auch eine Broschüre Broschüre „Sparen in der Kommune. Tipps für Kommunalpolitiker“ heraus. Dort finden sich z. B. folgende Vorschläge:

- Kosten bzw. Zuschussbedarf kommunaler Frei- und Hallenbäder ermitteln, im Zeitablauf beobachten und mit Werten aus anderen Kommunen vergleichen.
- Energieeinsparung in den Bädern (z. B. durch Absenkung der Wassertemperatur) anstreben.
- Öffnungszeiten der Bäder dem jeweiligen Bedarf anpassen.
- Übertragung des Frei- oder Hallenbads auf gemeinnützige oder sonstige private Gesellschaften und Vereine prüfen.
- Höhere Eintrittspreise sowie Verringerung von Eintrittsermäßigungen prüfen.
- Nötigenfalls hochdefizitäre Bäder schließen.
- Personalausstattung im Sport- und Bäderamt verringern.