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Vorschlag 44 von ChristianB_Ehrenfeld, 09. Oktober - 19:23

Einführung Idaho-Stop für Radfahrer an roten Ampeln

Seit 1982 dürfen Fahrradfahrer im US-Bundesstaat Idaho eine rote Ampel wie ein Stoppschild überqueren. Weitere Staaten und Städte zogen seitdem nach. Mit Paris folgte 2012 eine europäische Großstadt. Berlin versucht sich seit 2015 an der Einführung der sog. Idaho-Regel.

Neben der Steigerung der Attraktivität des Fahrradverkehrs / des Verkehrsflusses zeigen die Erfahrungen aus Idaho oder auch Paris, dass die Sicherheit im Straßenverkehr hierdurch gesteigert wurde und die Unfallzahlen rückläufig sind.
Die Gründe dürften u.a. das bewusste situative Verhalten der Fahrradfahrer und damit die Fokussierung auf die Gewährung der Vorfahrt sein. Auch gelangen Fahrradfahrer so aus dem Pulk und damit dem toten Winkel der an der roten Ampel stehenden Autos heraus und können freie Verkehrsphase vor dem nachfolgenden Autoverkehr nutzen.
Einspareffekte kämen dadurch zustande, dass gesonderte Induktionsschleifen zur Erkennung von Fahrrädern oder Fahrradampeln überflüssig würden.

Der innerstädtische Straßenverkehr ist meist auf den Fluss des Autoverkehrs ausgerichtet - attraktive Regelungen für Fahrradfahrer könnten mehr Kölner bewegen aufs Rad umzusteigen. Als Nebeneffekt würde das gesamte Verkehrsaufkommen entlastet.

Eine entsprechende Regelung würde die Fahrradfahrer nicht aus der Pflicht entlassen, verantwortungsvoll und vorausschauend zu fahren - jedoch eine häufig gelebte, weil offenbar lebensnahe Praxis legalisieren.

  • Spar-/Einnahmevorschlag
  • Bezirksübergreifend
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Kommentare

Idaho-Regel - gute Idee!

Hab ich, ehrlich gesagt, noch nie was von gehört, finde es aber sinnvoll. Ich fahre selber sehr viel Rad in der Stadt und ständig beobachte ich, dass bei Rot gefahren wird, also gelebte Praxis ist es ganz sicher.

Rote Ampel

Man kann bei Rot auch stehen bleiben !

Rechtsabbbiegen nach Idaho-Regel

Eine Querung bei rot könnte ich meinen Enkeln nicht erklären. Darum geht es beim Idaho-Stop auch nicht. Rot und Stop-Schild heißt: Die Räder müssen stehen. Wenn dann ein rechtsabbiegen und einfädeln in den Querverkehr gefahrlos möglich ist, dann soll es so sein. Das gilt auch im fahrradfreundlichen Holland. Die Rechtsabbiegemöglichkeit bei entsprechendem "DDR"Pfeil trotz roter Ampel ist vergleichbar. Hier erwarte ich vom Fahrradbeauftragten der Stadt in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei die Gründung einer Arbeitsgruppe zur Prüfung in der Praxis. Die Öffnung von Einbahnstraßen für Fahrräder für den Gegenverkehr erfolgte sicher auch nicht ohne Diskussion.

Super Sache! Geben Sie sich einen Ruck Frau Reker!

So viele kleine Straßen, wo selten ein Auto kommt. Ich schaue und sehe keins, trotzdem muss ich sinnlos warten.

Andere Verkehrsteilnehmer

Ob Sie es glauben oder nicht: Das müssen andere Verkehrsteilnehmer auch. Soll das Rotlicht also nur noch eine Empfehlung sein? Haben wir nicht schon genug Unfälle in Köln durch das Missachten des Rotlichts?

Besser die Ampeln entfernen oder temporär abschalten

Dann sollte man an den "vielen kleinen Straßen" lieber die Ampeln entfernen und den Verkehrsteilnehmern zutrauen, dass sie es auch ohne Fremdsteuerung über die Straße schaffen. Manchmal hilft auch schon ein nächtliches Abschalten einiger Ampeln.

Kölner Haushalt?

Idaho und ähnliche Dinge haben sich in anderen Ländern bewährt, aber das wäre eine StVO-Änderung und daher eher nicht eine Entscheidung auf kommunaler Ebene.

Experimentierklausel der StVO

Hallo Emma,
grundsätzlich stimmt das, aber ein Weg stünde über die sog. Experimentierklausel der StVO offen.

Vorbild für Kinder?

Und was ist mit der Vorbildfunktion für die an der Rotampel wartenden Kinder?

Idaho für Radfahrer

Wild West statt Regeln einzuhalten? Wozu?

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