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Vorschlag 5 von Alltagsradler, 09. Oktober - 8:40

Tempo 30 in der Innenstadt

Forderungen Tempo 30 in der ganzen Innenstadt einzuführen wurden bisher immer mit dem Hinweis abgelehnt, dass gesetzliche Regelgeschwindigkeit 50 km/h sei.
Nun gibt es aber durchaus viele Möglichkeiten eben doch Tempo 30 umzusetzen (Nähe zu Schulen und Altenheimen usw.) Auch auf den Ringen wurde jahrelang gesagt Tempo 30 wäre rechtlich nicht möglich, nun geht es aber plötzlich doch. Es scheint also doch sehr viele Möglichkeiten zu geben, in der Innenstadt durchgängig Tempo 30 anzuordnen. Man muss halt nur wollen.
Statt also mal wieder die Forderung aus der Bürgerschaft auf Tempo 30 in der ganzen Innenstadt kategorisch abzulehnen möchte ich darum bitten dass geprüft wird, wie dies trotz "Regelgeschwindigkeit 50 km/h" doch erreicht werden kann.
Dies würde einen erheblichen Sicherheitsgewinn für ALLE schwachen Verkehsrteilnehmer in der Innenstadt bedeuten.

  • Ausgabevorschlag
  • Innenstadt

Kommentare

Tempo 30

Wer 30 statt 50 fährt, braucht längere Zeit und stößt damit mehr Abgase aus.

Verbrauch

Der Benzinverbrauch steigt nicht mit der Zeit, sondern mit der Geschwindigkeit - und zwar quadratisch:

E = (1/2) * m * v²

Irrtum !

2.Gang Tempo 30 Motorleistung X
3.Gang Tempo 50 Motorleistung ebenfalls X
Mit 50 lege ich die Strecke schneller zurück !Ihre Formel kennt keine Gangschaltung !

Physik

Das ist einfache Physik. Die Motorleistung ist bei 50 Kilometern in der Stunde größer als bei 30. Immer! Allerdings stimmt es natürlich, dass Verbrennungsmotoren Gangschaltungen benötigen. Eben weil sie höchst ineffizient sind. Man versucht damit diese Ineffizienz ein wenig in den Griff zu bekommen. Daher brauchen Fahrzeuge bei Tempo 60 eben nicht viermal soviel Benzin bzw. Diesel wie bei Tempo 30. Das zeigt aber auch, wie ineffizient die Motoren bei geringen Geschwindigkeiten, die in der Stadt gefahren werden, sind. Am besten ist das Verhältnis zwischen Verbrauch und Geschwindigkeit etwa zwischen 80 und 120 Kilometern pro Stunde.

Was wäre Köln ohne ruedigerkrause

Vielen Dank für die vielen klugen Kommentare.

Nur auf wenigen Strecken spart man in der Summe wenige Minuten Zeit bei einer Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h. Es wäre überaus vernünftig das einzuführen. Weniger Unfälle, Kraftstoffverbrauch/Schadstoffausstoß würde gesenkt, flüssiger Verkehr = weniger Stau, kleiner Trennwirkungen durch Straßen...

Außerhalb des Autosystems kann man gar nicht verstehen warum die Höchstgeschwindigkeit nicht bei 30 km/h liegt.

Das wichtigste Argument fehlt noch:

Die Konkurenzverschärfung würde mit einem Tempo 30 die KVB und das Fahrrad in der Verkehrsmittelwahl nach oben katapultieren.

Verkehrsmittelwahl fängt im Kopf an. Die Folgen sind vielfältig und beim Verbrennungsmotor global.

Mehr Raser?

Mein Verdacht ist ja: Würden alle auf 30 runter gebremst, würden sie an den Stellen, wo sie schnell unterwegs sein können, umso schneller heizen, um die Zeit wieder raus zu holen.
Sinnvoller fänd ich, sicherzustellen, dass die 50 eingehalten werden. Mein Vorschlag: Massenweise Blitzer an Ampelmasten installieren.

Es fehlt ein schlüssiges Verkehrskonzept!

Beide vorigen Kommentatoren haben Recht - und doch sind die Schlussfolgerungen mMn die falschen. Die in Köln gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt unter 30 kmH, eine Begrenzung würde also den Verkehr wohl kaum bremsen, zumindest nicht zu den Hauptverkehrszeiten (http://www.ksta.de/mobilitaets-check-koeln--die-langsame-stadt-11786130).
Außerdem zeigt das Beispiel Hamburg: je geringer die Geschwindigkeitsbegrenzung, desto mehr Verstöße, wobei stationäre Blitzer eher dafür sorgen, dass diese eingehalten wird (http://www.gdv.de/2017/09/hamburg-ist-neue-metropole-der-temposuender/).
Das Problem in Köln ist, dass ein Gesamtverkehrskonzept fehlt - die Ampelschaltungen begünstigen zu schnell fahrende Autofahrer, Radfahrwege sind in entweder schlechtem Zustand oder nicht vorhanden, mit der KVB braucht man Ewigkeiten, um von A nach B zu kommen. An einzelnen Stellschrauben zu drehen wird den Kölner Verkehrsinfarkt nicht lösen, ein Konzept für alle Verkehrsmittel muss her, wobei darauf geachtet werden sollte, Anreize hin zu Nutzung öffentlichen Nahverkehrs/ von Fahrrädern innerstädtisch zu setzen. Und dazu gehört dann auch Tempo 30, um den Verkehr für Fahrräder und Fußgänger sicherer zu gestalten, Lärm und Abgase zu reduzieren und womöglich sogar Staus zu vermeiden.

KVB

"mit der KVB braucht man Ewigkeiten, um von A nach B zu kommen"

Dies hängt sehr stark von der Strecke ab. Es gibt einige Relationen, wo die KVB das schnellste Verkehrsmittel ist. Gerade auf den gut ausgebauten rechtsrheinischen Streckenabschnitten der Linien 1, 7 und 9 hat man mit dem Auto und erst Recht dem Fahrrad keine Chance die Bahn zu schlagen.

Verkehrssicherheit

Ein Unfall zwischen Auto und Mensch ist mit 50 garantiert tödlich, mit 30 kommt Mensch "nur" schwerverletzt davon. Ich finde den Vorschlag gut.

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