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Vorschlag 571 von Gast, 24. Oktober - 23:41

Weniger Sozialausgaben durch Minijobvermittlungstelle an Senioren

Ähnlich wie in Mainz richtet die Stadt Köln eine Mini-Jobvermittlungsbörse für bedürftige Seniorinnen und Senioren ein. Durch eine erfolgreich Vermittlung spart die Stadt Köln auf Dauer deutlich mehr Kosten im Sozialbereich ein, als die dafür nötige Ganztageskraft kosten würde. Seniorinnen und Senioren sind durchaus bereit über die Altersgrenze hinaus zu arbeiten, wenn die Arbeitsbedingungen ausreichend flexibel sind. Dies ist bei Minijobs großenteils der Fall. Über 10.000 Seniorinnen und Senioren arbeiten bereits in Minijobs, was zeigt, dass dies eine durchaus nachgefragte Betätigungsmöglichkeit ist, die zudem jüngeren Arbeitssuchenden in der Regel keine Stellen "wegnimmt". Minijobs könnten insbesondere auch in Familien oder für alleinstehende hilfsbedürftige ältere Menschen vermittelt werden. Dadurch würde eine Win-Win-Situation entstehen. Viele Senioreninnen und Senioren, die sonst früher in ein Seniorenheim ziehen müssten, könnten dadurch länger im vertrauten und kostengünstigeren häuslichen Umfeld leben. Ältere "Minijobber" können sich vermutlich auch viel besser in betagtere Menschen einfühlen als jüngere Minijobber. Nicht alle älteren Menschen haben genügend Kontakte und kennen die Wege, um an Minijobs zu gelangen. Viele sind immer noch nicht mit dem Internet vertraut oder kennen die besonderen Rahmenbedingungen von Minijobs nicht. Daher macht es Sinn auf städtischer Ebene, eine spezialisierte Stelle einzurichten, die für Minijobs für Senioren wirbt, diese dann auch passende Tätigkeiten vermittelt, bei den nötigen Formalia unterstützt und für bürokratische Rückfragen zur Verfügung steht. Ein solches Modell könnte zu erheblichen Einsparungen in der Stadt Köln führen.

  • Spar-/Einnahmevorschlag
  • Bezirksübergreifend
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Kommentare

Verhelfen Sie dem Vorschlag zum Erfolg

Diesen Vorschlag habe ich als Seniorenvertreter der Stadt Köln eingestellt und hoffe, dass viele Befürworter ihn unterstützen. Es ist ein wunderbarer Weg Lösungen zu entwickeln, die vielen Beteiligten eindruckvoll helfen und sogar zu Einsparungen bei den Sozialausgaben der Stadt Köln führen kann. Kann abgesehen von der erhöhten Zufriedenheit aller Beteiligten.

Minijobvermittlungsstelle für Senioren

Grundsätzlich unterstütze ich eine Jobvermittlungsstelle für Senioren. Allerdings ist die Motivation nicht, dass die Stadt in der Grundsicherung Geld sparen kann, sondern die Unterstützung von Rentnerinnen und Rentnern in der Jobsuche. Helga Daniels, Initiative "Ohne Moos nix los - Sinnvoll und bezahlt arbeiten im Alter"

Einsparungen sind erfreuliche Begleiterscheinungen...

...aber natürlich nicht der Hauptzweck des Vorschlags. Minijobs sind nicht nur für einige ältere Menschen sinnvoll, die Grundsicherung erhalten, sondern vor allem für diejenigen, die nicht mehr unter die Grundsicherung fallen, aber eine so niedrige Rente erhalten, dass sie kein zufriedenstellendes Leben führen können. Wer ein zufriedenes Leben führt, verfügt meist über eine vergleichsweise bessere Gesundheit. Und auch dies entlastet den Sozialhaushalt. Politiker lassen sich(leider) oft besonders gut durch das Argument "Kostensenkung" überzeugen. Und es sind Politiker die über die Einrichtung einer Minijobvermittlungsstelle entscheiden werden.