Kölner Bürgerhaushalt

Sachstände ab 2015
Rang 6
Vorschlag Nr. 275, Haushaltsbereich Kultur, Verfahrensjahr 2015

Für den Historischen Park Deutz

DEUTZ, der rechtsrheinische und zweitälteste Teil der Kölner Innenstadt, hat eine mehr als 1700-jährige Geschichte. Diese ist trotz der archäologischen Funde der letzten Jahre im Stadtbild kaum zu erkennen und wird nach dem aktuellen Planungsstand zukünftig wohl auch wenig zu erkennen sein. Die Chance, Archäologie und Geschichte beim Bau des neuen Rheinboulevards in die Ausführungspläne angemessen zu integrieren und Geschichte erlebbar zu machen, wurde leider nur unzureichend genutzt. Noch sind hier Korrekturen und Nachbesserungen möglich: durch die Schaffung des Historischen Park Deutz, der im südlichen Bereich des Rheinboulevard beginnen könnte und einen Planungsbereich zwischen maxCologne und LVR-Landeshaus abdecken würde. Ein entsprechendes Ideen-Konzept wurde bereits durch den Förderverein Historischer Park Deutz e.V.(FHPD)entwickelt und veröffentlicht. DIE ARGUMENTE für den Historischen Park Deutz: Deutliche Aufwertung von Deutz durch die Erlebbarkeit der mehr als 1700-jährigen Geschichte, durch angemessene Präsentation der eichhaltig vorhandenen Archäologie aus Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit. Städtebaulicher Gewinn für den rechtsrheinischen Teil der Innenstadt und Steigerung der Attraktivität des Rheinboulevards durch die Kombination von erlebbarer Archäologie und moderner Architektur. Der Historische Park Deutz mit den nicht unerheblichen Resten des spätrömischen Kastells Divitia (eingetragenes Bodendenkmal) als Teil eines neuen UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes. Wirtschaftlicher Mehrwert für Handel, Gewerbe & Gastronomie durch zusätzliche Besucher (Touristenmagnet). Denn nur wer das Gestern kennt

  • 55 Kommentare
  • Innenstadt
  • Wird umgesetzt
Abstimmung
Ergebnisse
Ich unterstütze den Vorschlag
Stimmen
Ich lehne den Vorschlag ab
70
Stimmen
70 Bewertungen

Sachstand:

/ [field_status_year]:

07/2017: Für die gestalterische Einbindung der archäologischen Funde im Bereich des Boulevards im Rahmen des Konzeptes "Historischer Park Deutz" stellt die Bezirksregierung eine Förderung ab 2018 in Aussicht. Es handelt sich um die Grundmauern der Kirche ST. Urban, die preußische Bahndrehscheibe sowie weitere Bodendenkmale.

Stellungnahme Bezirk 1:

Als Ergebnis einer Planungswerkstatt, an der neben Wissenschaftlern aus den Bereichen Denkmalpflege, externen Fachleuten aus Architektur und Städtebau, Fachplanern aus Planungsämtern auch Deutzer Bürgergruppen, unter anderem auch die Antragsteller, teilnahmen, wurde vom mit der Planung Rheinboulevard beauftragten Büro Panorama Landschaftsarchitektur im September 2012 ein Entwurf Historischer Park Deutz erstellt. Diese 69- seitige Dokumentation wurde den politischen Gremien und der Bevölkerung vorgestellt und in zahlreichen Veranstaltungen diskutiert. Fazit: Auf der Grundlage dieses Entwurfs soll die weitere Entwicklung zur Integration der archäologischen Funde in den bis zur Mindener Straße erweiterten Bereich des Rheinboulevards weiter verfolgt werden. Grob geschätzt wurde die Umsetzung eines solchen Entwurfs mit mindestens rund 5 Mio. Euro angesetzt. Eine Erweiterung des Rheinboulevards und einer damit verbundenen erweiterten Förderung wurde vom Land abgelehnt. Ohne Förderung ist ein Historischer Park Deutz von der Stadt alleine nicht zu realisieren. Beim Ausbau des Boulevards als 3. Bauabschnitt des Rheinboulevards werden wesentliche Festlegungen (Konservierung der zu erhaltenden Mauern, Kenntlichmachen des römischen Kastells im Bodenbelag) bereits berücksichtigt, zumindest so, dass später bei einer eventuellen Umsetzung der großzügigen Lösung Historischer Park Deutz keine kostspieligen Eingriffe vorgenommen werden müssen, und es eher zu einer problemlosen Optimierung (z.B. beim Ausstellungskonzept) kommt.

Stellungnahme Bezirk 2:

Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt eine Priorisierung der Vorschläge in der Reihenfolge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Berücksichtigung der Stellungnahme der Verwaltung.

Entscheidung Rat:

Der Finanzausschuss hat die Beratungen über eine Umsetzung der Vorschläge in die Haushaltsplanberatungen des Rates verwiesen.